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Das Abenteuer des ägyptischen Grabes (The Adventure of the Egyptian Tomb) ist eine Detektivgeschichte von Agatha Christie um den belgischen Detektiv Hercule Poirot.

Veröffentlichungsgeschichte Bearbeiten

In Großbritannien erschien die Erzählung erstmals in der Zeitschrift The Sketch am 23.09.1923. Im März 1924 wurde sie dann in dem Sammelband Poirot rechnet ab veröffentlicht.

In den USA erschien sie unter dem Titel The Egyptian Adventure im August 1924 im Blue Book Magazine mit einer kleinen unsignierten Illustration.

In Deutschland erschien die Sammlung Poirot rechnet ab erst 1959.

Handlung Bearbeiten

Handlungszeitraum: in den 1920er Jahren

Poirot wird von Lady Willard, der Witwe des berühmten Ägyptologen Sir John Willard, konsultiert. Er nahm als Archäologe bei der Ausgrabung des Grabes von Pharao Men-her-Ra zusammen mit dem amerikanischen Finanzier Mr. Bleibner teil. Beide Männer starben innerhalb von zwei Wochen nacheinander – Sir John an einem Herzinfarkt und Mr. Bleibner an einer Blutvergiftung. Einige Tage später erschießt sich der Neffe von Mr. Bleibner nach seiner Rückkehr von den Ausgrabungen in New York. Die Presse ist voll mit diesen Geschichten über den „Ägyptischen Fluch“. Lady Willards Sohn, Guy, ist nun nach Ägypten gereist, um das Werk seines Vaters fortzusetzen. Lady Willard fürchtet, dass er der Nächste sein könnte. Zur Überraschung von Hastings verkündet Poirot, dass er an die Kräfte des Aberglaubens glaube und dass er selbstverständlich die Untersuchungen übernehmen werde. Gemeinsam reisen er und Hastings an den Nil...

Personen Bearbeiten

Anmerkungen und Bezüge zu anderen WerkenBearbeiten

  • Dies ist die erste große Reise Poirots. Bisher war er zwei Mal nach Frankreich gereist (in Der entführte Premierminister und Der Mord auf dem Golfplatz), diesmal verlässt er erstmals europäische Gefilde. Nach Ägypten verschlägt es ihn dann nochmals in Der Tod auf dem Nil.
  • Agatha Christie behandelt hier erstmalig mit offenkundiger Sachkenntnis das Thema Archäologie im Nahen Osten. Das belegt, dass sie sich bereits für die Thematik interessierte, noch bevor sie ihren zweiten Ehemann, den Archäologen Max Mallowan, kennenlernte. Nach ihrer Eheschließung schilderte sie das Milieu europäischer Archäologen im Nahen Osten erneut, unter anderem in Mord in Mesopotamien. Ägypten, das hier erstmalig in Christies Werk Schauplatz ist, kannte sie von einem dortigen längeren Aufenthalt als junges Mädchen mit ihrer Mutter.
  • Um einen Kriminalfall im Alte Ägypten der Pharonen geht es in Christies 35. Roman Rächende Geister.
  • Angebliche parapsychologische Phänomene behandelt Christie mehrfach in ihren Romanen, so in Das Geheimnis von Sittaford. Sie lässt aber nie einen Zweifel daran, dass sie nicht daran glaubt. Stets steckt bei ihr ein manipulativer Mensch mit bösen Absichten hinter solchen „mystischen“ Vorkommnissen. Dass ein Ort wie hier ihrer Ansicht nach eine Art schlechter Aura haben kann, schimmert allerdings öfters in ihrem Werk durch, so in Das Haus an der Düne und Lauter reizende alte Damen.

Verfilmungen Bearbeiten

Die Erzählung wurde 1993 im Rahmen der TV-Serie Agatha Christie's Poirot als 34. Episode verfilmt.

Vertonungen Bearbeiten

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