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Amy Barton ist eine literarische Figur von Agatha Christie. Von ihr berichtet Dr. Lloyd in der Kurzgeschichte Die Gesellschafterin.

Amy war Australierin und die Älteste von neun Kindern einer verarmten Familie. Als drei ihrer Geschwister schwer erkrankten, wandte sie sich schriftlich an ihre wohlhabende englische Cousine Mary Barton. Diese weigerte sich jedoch, zu helfen. Amy beschloss zu handeln: sie verdiente sich die Überfahrt nach England als Kindermädchen und bewarb sich unter dem Namen Amy Durrant bei Mary als Gesellschafterin. Diese nahm die unbekannte gleichaltrige Verwandte in ihre Dienste, ohne zu ahnen, was Amy plante.

Während einer gemeinsamen Reise nach Gran Canaria, ertränkte sie gleich am ersten Tag die geizige Cousine an einem einsamen Badestrand und nahm deren Identität an. Da die beiden Frauen um die Vierzig sich durchaus ähnlich sahen, bemerkte niemand den Wechsel. Was Dr. Lloyd jedoch wahrnahm, war, dass Miss Barton in den darauffolgenden Tagen dicker geworden zu sein schien (Amy trug nun die Kleider der Ermordeten, diese war jedoch etwas weniger vollschlank).

Amy reiste nach Cornwall, um dort in einem abgelegenen Badeort einen Selbstmord vorzutäuschen. Beim örtlichen Pfarrer spielte sie die von Gewissensbissen Geplagte, legte ihre Kleider an den Strand und verschwand. Da man davon ausging, die Strömung hätte sie mitgerissen, erklärte man Mary Barton auch ohne Leiche für tot.

Damit erbten Amy und ihre Geschwister als einzige Verwandte Mary Bartons deren Vermögen. In Melbourne traf Dr. Lloyd dann jedoch noch einmal auf die Totgeglaubte. Sie gestand ihm ihre Tat, doch er hatte nichts gegen sie in der Hand.

Lange konnte sich Amy jedoch nicht am Reichtum erfreuen, sechs Monate später wurde sie von einer unbekannten Krankheit dahin gerafft.

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